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Docter Optics erneut ausgezeichnet

Bei dem unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht stehenden Innovationspreis Thüringen wurde Docter Optics aus Neustadt an der Orla erneut ausgezeichnet.

Nach der Platzierung beim IQ-Innovationspreis Mitteldeutschland 2010 und der Nominierung für den Thüringer Innovationspreis 2009 wurde die in diesem Jahr von Docter Optics eingereichte Innovation von der Jury erneut als preiswürdig eingestuft. Damit gehörte das Unternehmen zu den drei Nominierten im Bereich „Licht & Leben“  aus insgesamt über 100 Bewerbern.

Eingereicht hatte Docter Optics die Neuentwicklung eines Verfahrens zur besonders wirtschaftlichen  und umweltschonenden Herstellung von Sekundärkonzentratoren aus optischem Glas, wie sie in modernsten HCPV-Kraftwerken (Hochkonzentrierende Photovoltaik) zur Konzentration des Sonnenlichts eingesetzt werden.

Die Sekundärkonzentratoren hatten bisher in der Regel die Form eines symmetrischen Pyramidenstumpfs mit sechs Flächen. Diese Flächen mussten bisher jeweils einzeln zeitaufwendig und ressourcenintensiv geschliffen und poliert werden - ein Aufwand, der einer wirtschaftlichen Produktion in Großserie diametral entgegenstand.

Docter Optics ist der daraus erwachsenden Anforderung auf zweifache Weise begegnet. Zum einen wurde das optische Design der Komponenten in Abstimmung auf das Fertigungsverfahren so verbessert, dass die optischen Komponenten von Docter Optics den geschliffenen und polierten Versionen des symmetrischen Kegelstumpfs leistungsmäßig überlegen sind. Zum anderen hat das Unternehmen ein neues Produktionsverfahren entwickelt, mit dem die Konzentratoren inline, also in einem Arbeitsgang, direkt aus der Glasschmelze gepresst werden können. Dies ermöglicht eine wirtschaftliche Serienproduktion, ohne dass für das Endprodukt weitere Bearbeitungsschritte nötig sind.

Die Jury urteilte dazu:

„Die Neuentwicklung der Docter Optics GmbH zeichnet sich durch eine verkürzte Prozesskette, durch Entfall des Schleifens und Polierens und den Verzicht auf teure und knappe Hilfs- und Betriebsstoffe aus. Damit kann das Unternehmen seine Technologieführerschaft in diesem Bereich fest etablieren und ausbauen.“

Damit beweist das mittelständische Unternehmen – auch unter internationalen Gesichtspunkten – wieder einmal seine außerordentliche hohe Innovationskraft.