Carl Zeiss Förderfonds für regionales Engagement gegründet
Insgesamt wird mehr als eine halbe Million Euro für Förderung der Standortattraktivität bereitgestellt
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Wiedervereinigung von Carl Zeiss und mit Beginn des neuen Geschäftsjahres 2011/12 am 1. Oktober wird Carl Zeiss sein regionales Engagement für die Standorte Jena, Oberkochen und Aalen ausbauen. Hierzu wird ein Carl Zeiss Förderfonds eingerichtet, durch den künftig Projekte und Entwicklungen direkt vor Ort gefördert werden - vor allem in den Bereichen Gesellschaft und Soziales, Breitensport, Jugend und Kultur.
„Mit der Gesellschaft, für die Gesellschaft und mitten in der Gesellschaft“, so beschreibt
Dr. Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender von Carl Zeiss, den erstmals vorgestellten
Carl Zeiss Förderfonds. „Als Stiftungsunternehmen steht Carl Zeiss seit über 100 Jahren in besonderer gesellschaftlicher Verantwortung. Ziel des neuen Konzeptes des Carl Zeiss Förderfonds ist die gezielte und nachhaltige Förderung der Standortattraktivität.“
Für das kommende Geschäftsjahr 2011/12 wird insgesamt mehr als eine halbe Million Euro für die Regionen Oberkochen und Aalen sowie Jena bereitgestellt. Die Höhe der finanziellen Förderung wird jährlich unter Berücksichtigung der Ertragslage des Konzerns festgelegt und richtet sich auch nach der Anzahl der am Standort Beschäftigten. Es ist geplant, später auch weitere Standorte einzubeziehen.
Neben dem Carl Zeiss Förderfonds wird das Unternehmen auch weiterhin überregional auf Bildungs- und Wissenschaftsförderung setzen. Dieses Engagement belief sich auf über vier Millionen Euro in den vergangenen sieben Jahren.
Einrichtung eines regionalen Kuratoriums
Künftig wird an jedem Standort ein Kuratorium mit Vertretern aus Regionalpolitik, Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie von Carl Zeiss bei der Mittelvergabe einbezogen sein. Das Kuratorium bewertet die Vorschläge, die etwa von Vereinen, Schulen, Verbänden und anderen Institutionen eingereicht werden, und empfiehlt Carl Zeiss förderwürdige Projekte und Vorhaben. Kaschke: „Dieser Dialog ist sinnvoll, denn vor Ort kann am besten beurteilt werden, was gefördert werden soll und wo wir als Unternehmen helfen können.“
Dr. Albrecht Schröter, Oberbürgermeister der Stadt Jena und Mitglied des Jenaer Kuratoriums, freut sich über das Engagement von Carl Zeiss: „Der Carl Zeiss Förderfonds ist absolut begrüßenswert. Die ersten Förderideen zeigen schon, dass unbürokratisch Ideen verwirklicht werden können, die Kultur und Bildung in Jena weiterbringen.“
Der Start des Carl Zeiss Förderfonds wird von Dr. Franz von Falkenhausen koordiniert. Der ehemalige Leiter von Carl Zeiss in Jena kennt aus seiner fast 30-jährigen Tätigkeit alle Standorte von Carl Zeiss in Deutschland. Er wird ab 1. Oktober 2011 den Aufbau des Carl Zeiss Förderfonds übernehmen. „Ich halte die Idee des Förderfonds und auch die notwendige regionale Vernetzung für hervorragend, so dass ich sehr gerne in der Startphase behilflich bin“, so von Falkenhausen.
Erste Förderprojekte bereits auf den Weg gebracht
Da die Idee für diese Carl Zeiss Initiative im Dialog mit regionalen Persönlichkeiten entstanden ist, konnten vom Start weg bereits die ersten Förderprojekte auf den Weg gebracht werden.
In Jena, Oberkochen und Aalen können sich die städtischen weiterführenden Schulen über jeweils 1.000 Euro zur freien Verfügung freuen, was sich auf eine Gesamtsumme von rund 40.000 Euro beläuft. „Allen ist an einer hochwertigen Ausbildung gelegen. Wir haben immer wieder festgestellt, dass oftmals kleine Beträge fehlen, um Sinnvolles auf unbürokratische Weise möglich werden zu lassen. Diese Hilfe soll gerne für außerschulische und allgemeinbildende Aktivitäten eingesetzt werden, die die Schüler zum Beispiel an Nachmittagen wahrnehmen können“, so Kaschke. Gerade bei Teenagern sind Ablenkungen groß und Impulse sorgen oftmals für Orientierung. „Die genaue Verwendung steht den Schulen frei. Sie wissen ja am besten, was ihnen hilft.“
In Jena wird der Carl Zeiss Förderfonds noch in diesem Jahr zusammen mit der Jenaer Philharmonie ein "Kinder- und Familienkonzert" mit Prokofjews "Peter und der Wolf" veranstalten und finanziell unterstützen. Zugleich wird dem von der Philharmonischen Gesellschaft Jena frisch gestarteten Netzwerk „Musik macht schlau“ eine Spende zugutekommen, wodurch das außerunterrichtliche musikalische Angebot in der Region bereichert wird. „Im gemeinsamen Dialog haben wir diese Idee innerhalb kurzer Zeit entwickelt. Wir freuen uns, hier mit diesem „Kinder- und Familienkonzert“ einen weiteren Impuls setzen zu dürfen“, so Bruno Scharnberg, Intendant der Jenaer Philharmonie. Das Konzert findet am Sonntag, 13. November 2011, um 11 Uhr im Volkshaus Jena statt.
„Mitten in der Gesellschaft“ steht auch das Ernst-Abbe-Denkmal in Jena, welches dem Partner von Carl Zeiss und Gründer der Carl-Zeiss-Stiftung gewidmet ist. Der „Abbe-Tempel“, wie er im Volksmund genannt wird, ist ein einzigartiges Kunstzeugnis aus den Jahren 1908–1911. Der Carl Zeiss Förderfonds ermöglicht hier demnächst in enger Abstimmung mit der Kulturamtsleitung einen leider notwendig gewordenen Schutz vor Beschädigungen. „Wir mussten diese Kulturstätte von internationaler Bedeutung aufgrund von wiederkehrenden Problemen, wie z.B. willkürlichen Verschmutzungen, zeitweise schließen“, so der Jenaer Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter. „Wir freuen uns sehr über die avisierte Beteiligung an Maßnahmen, die den jüngst restaurierten und wieder zugänglich gemachten Schatz vor weiteren Beschädigungen schützt und langfristig erhalten hilft.“
Informationen zum Carl Zeiss Förderfonds gibt es im Internet unter www.zeiss.de/foerderfonds.
Kuratoriumsmitglieder Jena
(Stand 30. September 2011)
Prof. Dr. Gabriele Beibst, Rektorin Fachhochschule Jena
Stefanie Frommann, Geschäftsführerin Zentrum für Familie und Alleinerziehende e.V.
Dr. Albrecht Schröter, Oberbürgermeister Stadt Jena
Anja Siegesmund, Mitglied des Landtages Thüringen (Die Grünen), Fraktionssprecherin für Soziales, Familie und Jugend


