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Interaktive OLED-Datenbrille gewinnt den »Best in Show Award« zum 50. Jubiläum der weltweit wichtigsten Displaykonferenz SID 2012 in Boston

Die vom Fraunhofer IPMS-COMEDD auf der SID 2012 ausgestellte Datenbrille mit bidirektionalen OLED-Mikrodisplays wurde am 6. Juni 2012 zum 50. Jubiläum der weltweit wichtigsten Displaykonferenz SID 2012 mit dem »Best in Show Award« ausgezeichnet. Dieser Award wird jährlich zur Displaykonferenz der Society of Information Display für besonders neuartige und innovative Displayanwendungen verliehen.

Dresden,  13.6.2012 

COMEDD (Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden) am Fraunhofer IPMS erhielt den Award für eine OLED basierte interaktive binokulare Datenbrille. Eine solche Brille ermöglicht dem Nutzer sowohl die Sicht auf die reale Welt als auch gleichzeitig auf zusätzliche virtuelle Informationen. Die Kamerafunktion im Display erfasst die Blickbewegungen und der Nutzer kann so die angezeigten virtuellen Informationen per Blick steuern, ähnlich einer Computermaus. Im Entwicklungsteam waren als externe Partner das Fraunhofer IOSB für die Blickrichtungsverfolgung sowie die Firma Trivisio Prototyping GmbH für das Optikdesign beteiligt.

»Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, die die Entwicklungsarbeit an den OLED-Mikrodisplays bis hin zu ganzen Datenbrillen würdigt. Von 175 nominierten Ausstellungsstücken wurden fünf Exponate ausgewählt. Wir stehen also in einer Reihe mit so renommierten Firmen wie LG, Samsung, Dimenco und Ocular LCD!«, erklärt Dr. Rigo Herold, Systemdesigner der vorgestellten Datenbrille bei COMEDD.

Datenbrillen finden in verschiedenen Bereichen Anwendung z. B. in der Medizin oder als Unterstützung bei Montagearbeiten, eigentlich bei allen Anwendungen, wo man freihändig arbeiten muss und gleichzeitig Informationen benötigt.

Für die Entwicklung von OLED Datenbrillen bis auf Produktniveau bietet COMEDD sogenannte Evaluation-Kits (Entwicklungsumgebungen) an.

(Bild: Dr. Rigo Herold vor der ausgezeichneten interaktiven OLED-Datenbrille.)

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Über COMEDD

Dresden hat sich in den letzten Jahren zu einem Zentrum der Forschung für organische Halbleitermaterialien und Systeme entwickelt. Um die Ergebnisse in die Produktion zu überführen, ist eine weitere Optimierung der Fertigungsprozesse und die Etablierung und Erprobung erster Pilot-Fertigungsanlagen notwendig. Am Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS wurde deshalb ein Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden (COMEDD) gegründet. COMEDD – mittlerweile ein eigener Institutsteil des Fraunhofer IPMS – kombiniert Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur Herstellung, Integration und Technologieentwicklung von elektronischen Bauelementen basierend auf organischen Halbleitern. Die Mission von COMEDD ist die kunden- und anwendungsspezifische Forschung, Entwicklung und Pilotfertigung von neuartigen Bausteinkonzepten und Herstellungsmethoden für diese organischen Materialien. COMEDD verkörpert ein in Europa führendes fertigungsnahes Forschungs- und Entwicklungszentrum für organische Halbleiter mit thematischer Fokussierung auf organische Leuchtdioden und Vakuumtechnologien.

In mehreren Reinräumen besteht die COMEDD-Infrastruktur aus:

  • einer Pilotlinie für die Herstellung von OLEDs auf 370 x 470 mm² großen Substraten,
  • zwei Pilotlinien für 200 mm Wafer für die OLED-Integration auf CMOS-Substraten, sowie
  • einer Forschungslinie für eine Rolle-zu-Rolle-Fertigung auf flexiblen Substraten.

COMEDD bietet damit vielfältige Forschungs-, Entwicklungs- und Pilotfertigungsmöglichkeiten, insbesondere für OLED-Beleuchtung, organische Solarzellen und OLED-Mikrodisplays.