mso jena nimmt neue Beschichtungsanlage für Notchfilter in Betrieb
Eine neue Produktionsanlage zur Herstellung von optischen Filtern hat die mso jena Mikroschichtoptik GmbH in Betrieb genommen. Die Anlage arbeitet nach dem Prinzip des plasmagestützten Magnetron-Sputterns.
Dabei werden im Hochvakuum dünne Schichten aus verschiedenen Metalloxiden auf einem Glasträger abgeschieden. Eine Besonderheit der neuen Anlage besteht in der automatischen Fertigung von Schichtsystemen mit über 200 Schichten bei einer Beschichtungsdauer von z.T. 24 Stunden. Eine solche Schichtenzahl ist für neuartige optische Filter erforderlich, sogenannte Notchfilter, mit denen gezielt bei einzelnen Laser-Wellenlängen sehr hohe Reflexions- oder sehr niedrige Transmissionswerte realisiert werden, aber gleichzeitig eine hohe Durchlässigkeit für alle anderen Anteile des sichtbaren Lichts aufrecht erhalten wird. Derartige Notchfilter haben vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Laser-Mikroskopie und der Laser-Opthalmologie aber auch in vielen Bereichen der optischen Sensorik.
Die neue Anlage ist mit einem neuen optischen Spektrometer ausgestattet, mit dem während des Beschichtungsprozesses die Dicke der abgeschiedenen Schichten mit bisher nicht erreichter Genauigkeit bestimmt werden kann. Die erreichbare Schichtdickengenauigkeit ist jetzt kleiner als ein Nanometer (1 Millionstel Millimeter), was eine wesentliche Voraussetzung für die Herstellung der Notchfilter darstellt.
Das Investitionsvorhaben der mso jena umfasst neben der neuen Anlage auch die Einrichtung eines neuen Prüflabors und die Anschaffung neuer optischer Prüfgeräte. Insgesamt werden dazu ca. 1,5 Mio. EUR investiert. Das Vorhaben wird durch den Freistaat Thüringen innerhalb der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gefördert.
mso jena beschäftigt derzeit 24 Mitarbeiter und konnte seinen Umsatz im Jahr 2008 um ca. 8% auf 2,5 Mio. EUR steigern. Das Unternehmen beliefert weltweit Hersteller von optischen Geräten mit Filtern, deren spektrale Eigenschaften speziell an den Einsatzzweck angepasst werden.

