OITDA: Optoelektronik-Verband in Japan
Der japanische Verband „Optoelectronic Industry and Technology Development Association“ (OITDA) wurde 1980 gegründet und hat aktuell 132 Mitglieder. Die OITDA möchte dazu beitragen, dass die optoelektronische Industrie die hohen Erwartungen erfüllt, die an sie und ihre Technologien gestellt werden.
Die Aktivitäten der OITDA umfassen die Formulierung von Technologie-Roadmaps, Untersuchungen der Trends in der Optoelektronik und in der Industrie sowie Arbeitsgruppen, in denen Industrie, Wissenschaft und Politik zusammenkommen. Die OITDA plant und leitet Projekte zur Technologie-Entwicklung und unterstützt die Produktentwicklung in Start-Up-Unternehmen. Ein Standardisierungskomitee des Verbands ist in die Schaffung nationaler und internationaler Standards eingebunden.
Anfang Oktober besuchte Dr. Andreas Ehrhardt, Geschäftsführer von Photonics BW und Vorstandsvorsitzender von OptecNet Deutschland, im Rahmen einer Delegationsreise Vertreter der OITDA in Japan. Im Gespräch mit den Herren Yasuhisa Odani (Chief Executive Officer), Dr. Kenji Murata (Senior Staff Development Dept.) und Kazuyuki Saigusa (Deputy General Manager) konnten die bereits zu OpTech-Net in Nordrheinwestfalen bestehe Zusammenarbeit erweitert und vertieft werden. Neben den bestehenden Kontakten zum Laser Institute of America (LIA) und der russischen Laser Association (LAS) möchte OptecNet Deutschland langfristig eine Brücke in den japanischen Markt bauen. Mit Hilfe dieser Kontakte soll die Suche nach Partnern aus Industrie und Wissenschaft sowie die Beschaffung von Informationen über die jeweiligen Märkte erleichtert werden.
Das japanische Produktionsvolumen im Bereich Optoelektronik schätzt die OITDA für das Jahr 2009 auf insgesamt 7758 Mrd. Yen (-2,6 % gegenüber dem Vorjahr), umgerechnet etwa 59,5 Mrd. Euro. Dies teilt sich etwa je zur Hälfte in Optoelektronik-Systeme wie Barcode-Scanner und Videokameras sowie in Komponenten wie Photodetektoren, Laseroszillatoren, optische Fasern und LEDs. Den mit etwa 45 % größten Anteil am Produktionsvolumen hat das Geschäftsfeld „Displays“, gefolgt vom Bereich „Input/Output“ (23 %) der u.a. Kameras, Barcode-Scanner und Kopiergeräte umfasst. Optische Datenspeicherung, Solarzellen und optische Kommunikationstechnik stehen für jeweils etwa 7 %.

