Start ins Jahr - Neujahrstreffen von Carl Zeiss in Jena
Rückblick auf 2008 und Start in das neue Jahr
Der Einladung zum Neujahrstreffen von Carl Zeiss in Jena waren mehr als 200 Kunden und Geschäftspartner aus der Region sowie Vertreter der lokalen und Thüringer Politik gefolgt. Dr. Dieter Kurz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG, informierte die Gäste über das erfolgreich abgelaufene Geschäftsjahr 2007/08 und die derzeitige wirtschaftliche Situation der Carl Zeiss Gruppe. Für das laufende Jahr 2008/09 sieht sich das Unternehmen trotz mancher Herausforderungen gut gerüstet. Im Anschluss an seine Ausfüh- rungen übergab Kurz eine Spende in Höhe von 10.000 Euro an den Direktor des Carl-Zeiss-Gymnasiums Jena, Dr. Carsten Müller.
Nach der Begrüßung durch Peter Popp, Ge-schäftsführer der Carl Zeiss Jena GmbH, überbrachte neben dem Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter im Namen der Stadt Jena auch die Thüringer Landesregierung ihre Grußworte. Bernward Müller, Kultusminister des Freistaates Thüringen und Mitglied der Stiftungsverwaltung der Carl-Zeiss-Stiftung, hob die Bedeutung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Jena für Thüringen und Deutschland als Optical Valley hervor. „Der Gedanke des erfolgreichen Wirtschaftens und eines guten, hilfreichen Miteinanders, den schon Carl Zeiss und Ernst Abbe vorlebten, wird in Thüringen und speziell in Jena bewahrt und weiterentwickelt. Das ist unser Rezept für ein starkes Thüringen auch für das vor uns liegende Jahr.“
Kurz gab einen Rückblick auf das Geschäftsjahr 2007/08, in dem Carl Zeiss einen Umsatz von über 2.730 Millionen Euro erzielte. Das ist ein Umsatzplus von fünf Prozent. „Die in Jena beheimateten Geschäftsbereiche wie die börsennotierte Medizintechnik-Tochter Carl Zeiss Meditec AG, der Bereich Mikroskopie mit seinen Licht- und Lasermikroskopsystemen sowie der zur Halbleiter-Fertigungstechnik gehörende Bereich mit Inspektions- und Reparatursystemen für photolithografische Masken und der Bereich Planetarien sind mit ihren weltweiten Standorten für rund 40 Prozent unseres Umsatzes verantwortlich“, sagte Kurz. Die Zahl der Mitarbeiter stieg 2008 weiter an. Zum Bilanzstichtag (30. September) waren es weltweit 13.060, davon 8.440 in Deutschland und 1.740 in Jena.
„Damit wir auch künftig mit unserer Technologie an der Spitze liegen, haben wir wieder in großem Umfang in Forschung und Entwicklung investiert“, sagte Kurz. Im Geschäftsjahr 2007/08 wurden die Investitionen auf 321 Millionen Euro erhöht. Das entspricht 12 Prozent des Umsatzes. „Das ist ein Spitzenwert in der Industrie“, so Kurz weiter.
Im Zusammenhang mit den Themen Innovation und Forschung konnte Kurz auf ein gelungenes Jahr in Jena zurückblicken. Nicht zuletzt wegen der engen Verbindung von Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichem Leben, der gut funktionierenden Jenaer Netzwerke und daraus resultierenden Innovationen wurde die Stadt vom Stifterverband für Deutsche Wissenschaft mit dem Titel „Stadt der Wissenschaft 2008“ ausgezeichnet. Als Premiumsponsor war das Unternehmen Carl Zeiss aktiv am Veranstaltungsprogramm der Wissenschaftsstadt beteiligt. Ausgewählte Höhepunkte waren der Tag der offenen Tür bei Carl Zeiss in Jena, der 10. Tag der Mikroskopie und die Kindertage der Mikroskopie.
Zur momentanen wirtschaftlichen Situation von Carl Zeiss sagte Kurz, dass sich die Geschäfte der in Jena ansässigen Medizintechnik und Mikroskopie mit Wachstum weiterentwickeln, während die Halbleiterbranche einen Abschwung erlebt, der die bisher bekannten Schwankungen dieses Marktes bei weitem übertrifft. „Gerade in der aktuellen Situation zeigt sich, dass wir bei Carl Zeiss von unserem ausgewogenen Portfolio profitieren“, so Kurz.
Die organisatorische Zusammenführung der Technologie- und Produktionseinheiten der Service-Center in Jena und Oberkochen wird am 1. März 2009 abgeschlossen sein. Der neu gegründeten Produktionsgesellschaft mit Sitz in Jena und Betriebsstätte in Oberkochen gehören insgesamt rund 1.380 Mitarbeiter an. Damit sollen das vorhandene technologische Know-How und die Produktionserfahrung beider Standorte noch stärker miteinander verknüpft werden. Diese Maßnahme dient der langfristigen Sicherung der Arbeitsplätze an beiden Standorten.
Gudrun Vogel
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