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Zellbiologen vergeben Auszeichnung an Rudolf Jaenisch

Professor Dr. Rudolf Jaenisch ist der Preisträger der Carl Zeiss Lecture. Jaenisch ist Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Gründungsmitglied des Whitehead Instituts für Biomedizin (Cambridge, USA).

Dr. Richard Ankerhold (Carl Zeiss) überreicht heute die höchste wissenschaftliche Auszeich- nung der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie (DGZ). Der vom Bereich Mikroskopie von Carl Zeiss gestiftete Preis wird seit 1990 jährlich für international herausragende Erkenntnisse verliehen. Damit verbunden ist ein wissenschaft- licher Gastvortrag auf der Jahrestagung der DGZ, die vom 24. bis 27. März in Konstanz stattfindet.

Jaenisch widmet sich verstärkt dem therapeu- tischen Klonen im Tiermodell und der Stammzell- forschung. Als erster Genetiker wies er 2002 nach, dass ein Gendefekt in Mäusen durch therapeutisches Klonen geheilt werden kann.

Besondere Anerkennung verdienen seine Bei- träge zur Epigenetik. Das Spezialgebiet der Biologie befasst sich mit Zelleigenschaften, die auf Tochterzellen vererbt werden und nicht in der DNA festgelegt sind. Jaenisch war zwar maßgeb- lich an der Erarbeitung der Techniken zum Klonen von Säugetieren beteiligt, spricht sich aber öffent- lich gegen das Klonen von Menschen aus. Laut Jaenisch kommt es bei derartigen Experimenten an Tieren immer wieder zu schweren Behinde- rungen, die er auf die epigenetische Programmierung zurückführt.

Seit 1984 untersucht er speziell solche Wachs- tumsprozesse von Embryonen, bei denen sich je nach Zeit und Ort verschiedene Gene an- oder abschalten, damit die Entwicklung ordnungs- gemäß ablaufen kann. Jaenisch hofft dadurch nicht nur Antworten auf grundlegende Fragen der Embryonalentwicklung zu erhalten, sondern auch den Ursachen der Entstehung von Krebs und anderen Krankheiten näher zu kommen.


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