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Optische Industrie weiter auf Wachstumskurs

Positive Aussichten für Thüringer Hochtechnologiebranche. Firmenverbund OptoNet veröffentlicht umfassende Studie zu Umsatz- und Beschäftigungserwartungen im Freistaat.

Branchenreport 2007 Die Thüringer Optikunternehmen sind auf Wachstumskurs und konnten im letzten Jahr ein deutliches Plus bei Umsatz und Beschäftigung verzeichnen. Für die Zukunft gehen die Geschäftsführer von einem weiteren Ausbau von Ertrag und Personal am Standort Thüringen aus. Das sind die Ergebnisse einer vom Firmenverbund OptoNet in Auftrag gegebenen Studie, die heute in Jena vorgestellt wurde. Befragt wurden die Geschäftsführer und Personalleiter von 162 Unternehmen mit insgesamt 11.705 Beschäftigten.

Positive Geschäftssituation

Danach bewerten mehr als 80% der Unternehmen ihre gegenwärtige Geschäftslage als „sehr gut“ oder „gut“, weitere 11% als „befriedigend“. Im Vergleich zur Untersuchung 2005 hat sich die Stimmung damit noch einmal deutlich verbessert.

„Besondere Dynamik erwarten die Unternehmen aus den Bereichen Mikro-/Faseroptik, der Messtechnik und Sensorik sowie aus der Optik und Mechanik“, erklärte Klaus Schindler, Geschäftsführer von OptoNet. „Diese Technologien werden in zunehmendem Maße in der Industrie, im Gesundheitswesen und im Automobil- und Fahrzeugbau eingesetzt.“

Umsatz- und Exportplus

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Belebung im vergangenen Jahr konnte die optische Industrie ein Umsatzwachstum von 11% auf 2,05 Mrd. Euro verzeichnen. Rund 60% des Absatzes wurden dabei im Ausland realisiert, wobei die Märkte in Westeuropa, Nordamerika und Japan/Südostasien eine herausragende Stellung einnahmen. Im Vergleich zur Durchschnittsexportquote von 30% des verarbeitenden Gewerbes in Thüringen, erweisen sich die Optikunternehmen damit als außerordentlich exportstark.

Erfolg durch Spitzentechnologien

Der Erfolg der Unternehmen beruht im Wesentlichen auf deren Innovationskraft. Etwa 25% der Unternehmen behaupten nach eigenen Angaben mit ihren Produkten die alleinige Technologieführerschaft. Weitere 46% sehen sich im High-End-Bereich auf Augenhöhe mit anderen Spitzenunternehmen. Forschung und Entwicklung spielen daher eine herausragende Rolle in den befragten Firmen. Insgesamt fließen ca. 10% des Gesamtumsatzes in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit.

Kräftiger Zuwachs bei Umsatz und Beschäftigung bis 2010

Die befragten Geschäftsführer gehen davon aus, dass die Branche ihren Umsatz bis 2010 auf über 3 Mrd. Euro und damit um jährlich 10% steigern wird. Auch beim Ausbau der Beschäftigtenzahlen sind die Unternehmen optimistisch: Sie planen bis 2010 eine Aufstockung des Personals um durchschnittlich 20%, woraus sich ein Bedarf von über 3.000 Fachkräften ergibt. „Angesichts der derzeitigen Ausbildungsquote von 4% und der zu erwartenden Absolventenzahlen an den Thüringer Hochschulen wird dieser Bedarf nicht zu decken sein“, so Schindler. Das Netzwerk werde die Unternehmen daher verstärkt bei der Erschließung des Fachkräftepotenzials unterstützen und auch dabei helfen, Berufsanfänger aus anderen Bundesländern zu gewinnen.

 

Das Kompetenznetz OptoNet e.V. bündelt die Interessen von 80 Unternehmen, Forschungs- und Bildungsinstitutionen mit dem Ziel, die nationale und internationale Entwicklung auf dem Gebiet der Optischen Technologien aktiv mitzugestalten.

Die Ergebnisse der Studie sind unter dem Titel »Die Optische Industrie in Thüringen – Hightechbranche weiter auf Wachstumskurs« in einer Broschüre erschienen.

Download unter:                http://www.optonet-jena.de/98-downloads/2007studie_optonet.pdf/download
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