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Zahlen und Fakten

 

 

ÜBERBLICK ÜBER DIE UNTERNEHMEN

Mit 99 Unternehmen und einer Vielzahl von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind mehr als die Hälfte der Akteure in Jena angesiedelt. Rund 8.000 Beschäftigte erwirtschaften einen Umsatz von 1,6 Mrd. Euro. Damit hat die Saalestadt ihre Stellung als Photonikzentrum weiter ausgebaut. Wichtige Standorte sind darüber hinaus Erfurt, Ilmenau und der Ilmkreis sowie der Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Diese hohe Dichte an Akteuren auf einem geografisch relativ kleinen Gebiet ist ein wesentlicher Standortvorteil der Thüringer Photonik und gleichzeitig Grundlage einer besonders fruchtbaren Kooperationskultur.

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UNTERNEHMENSGRÖßEN

Die Mehrheit der Unternehmen ist klein und mittelständisch. Nur 15 Unternehmen haben mehr als250 Mitarbeiter und erwirtschaften mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes der Branche. Die beiden Schwergewichte sind dabei ZEISS in Jena und die JENOPTIK AG mit insgesamt rund 3.600 Mitarbeitern in Thüringen.
Die meisten Unternehmen sind jedoch deutlich kleiner: 34% der Beschäftigten arbeiten in einem Unternehmen der Größenordnung 50-249 Beschäftigte, 13% in einem kleinen Unternehmen bis 49 Mitarbeiter. Nur rund 180 Mitarbeiter und damit 1,3% sind in einem Kleinstunternehmen beschäftigt. Darunter sind zehn Start-up Firmen.

 

 


GESCHÄFTSSITUATION & UMSATZENTWICKLUNG

Die aktuelle wirtschaftliche Lage wird vom Großteil der Unternehmen mit ›sehr gut‹ oder ›gut‹ eingeschätzt. Die Auftragslage in den Unternehmen ist gut, hier wirkt sich vor allem die gestiegene Nachfrage aus der Produktions- und Medizintechnik positiv aus. Auch Währungsschwankungen, d.h. der schwache Eurokurs, fördern den Auftragseingang von Kunden in Asien und den USA.

 

 


MARKTAUSRICHTUNG & EXPORT

Der im Ausland erzielte Umsatzanteil lag im Jahr 2014 bei durchschnittlich 66%. Einzelne Unternehmen realisierten sogar Ausfuhrraten von bis zu 80%. Mit dieser hohen Exportorientierung hebt sich die Photonikbranche deutlich von anderen Branchen des verarbeitenden Gewerbes in Thüringen ab, in denen die durchschnittliche Exportrateim Jahr 2014 lediglich 30,6% betrug. Wichtige Kunden kommen aus den USA und Kanada, Westeuropa sowie China und Südostasien. Die meisten Unternehmen konzentrieren ihre Exportbeziehungen auf diese Regionen und haben in den vergangenen Jahren stabile Geschäftsbeziehungen aufgebaut.

Für die Zukunft versprechen sich die Unternehmen vermehrt Kunden in China und Südostasien. Wie auch in den Vorjahren, betonen die Unternehmen gleichzeitig die Bedeutung des regionalen Marktes. Dahinter stehen nicht nur klassische Zulieferbeziehungen, auch die Nutzung technologischer Kompetenzen bei Geschäftspartnern z.B. zur Produktveredelung gehört zum Tagesgeschäft. Kurze Wege und der persönliche Kontakt sind ein wichtiger Erfolgsfaktor bei der Zusammenarbeit.


PRODUKT- & TECHNOLOGIESCHWERPUNKTE

Die Photonikbranche in Thüringen ist im Vergleich zu anderen europäischen Clustern technologisch breit aufgestellt. Alle Wachstumsfelder der Lichttechnologienwerden bedient, Produkte und Dienstleistungen adressieren alle Leitmärkte wie Produktion, Gesundheit, Kommunikation, Beleuchtung und Energie. Im Wesentlichen lassen sich acht technologische Schwerpunkte identifizieren.

Bezogen auf Umsatz und Beschäftigte behaupten die Technologieschwerpunkte Optik/Mechanik sowie Messtechnik/Sensorik eine prominente Stellung innerhalb der Branche.


KUNDENSTRUKTUR

Die Photonik ist eine Querschnittstechnologie, die mit ihren Produkten und Technologien viele andere Hightech-Branchen adressiert. Die wichtigsten Kunden sind daher Industrieunternehmen aus unterschiedlichen Bereichen.

Für Forschungseinrichtungen arbeiten mehr als 40% der Unternehmen. Öffentliche und private Dienstleister, deren Schwerpunkt im Gesundheitsbereich liegt, spielen ebenfallseine wichtige Rolle.


EINSATZGEBIETE

Die Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Photonik arbeiten an zentralen Zukunftsfragenunserer Gesellschaft. Mehr als 60% der hergestellten Produkte werden in der Produktionstechnik, also z.B. zur sensorischen Überwachung von komplizierten Fertigungsprozessen oder zur Materialbearbeitung mit Lasern, eingesetzt. In den Lebenswissenschaften und der Medizin spielen ophthalmologische Geräte und Produkte zur Point-of-Care Diagnostik eine besondere Rolle. Photonische Technologien sind daher als 'Problemlöser' unerlässlich für nahezu alle anderen Wachstumsfelder.

 

 


FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Kontinuierliche Forschung und Entwicklung sind für die Photonik in Thüringen überlebenswichtig. In Forschungs- und Entwicklungsaufgaben fließen rund 10% des Umsatzes, wobei überdurchschnittlich viele Mitarbeiter in den Innovationsprozess eingebunden sind. Die hohe Forschungsintensität ist in allen Unternehmensgrößen gleichermaßen anzutreffen und keineswegs ausschließliches Merkmal der großen Unternehmen.

 

 


STELLUNG IM MARKTSEGMENT

Hinsichtlich der Wettbewerbsposition sehen sich 36% der Unternehmen als Technologieführer, 55% agieren in ihrem jeweiligen Marktsegment in der Spitzenklasse. 9% der Unternehmen verweisen auf einen geringen Abstand zur Spitzenklasse bzw. ordnen sich im mittleren Segment ein.

 

 


BESCHÄFTIGUNGSENTWICKLUNG

Die gute Geschäftslage in den vergangenen zwei Jahren hat dazu geführt, dass viele Unternehmen ihre Belegschaften vergrößert haben. Mehr als die Hälfte der Unternehmen haben neue Mitarbeiter eingestellt, bei weiteren 36% ist die Zahl der Beschäftigten konstant geblieben. Die meisten der rund 850 Neueinstellungen verbuchten die Technologieschwerpunkte Optoelektronik, Messtechnik und Sensorik sowie Optik und Mechanik. Parallel dazu verloren rund 1.000 Beschäftigte in der Solarbranche ihre Arbeit. Damit blieb das Mitarbeiterwachstum der Gesamtbranche hinter den Erwartungen zurück.

Die Hightech-Unternehmen der Photonikindustrie beschäftigen hoch qualifiziertes Personal. Zum Zeitpunkt der Befragung hatten 38% der Beschäftigten einen Hochschulabschluss, die Hälfte der Mitarbeiter sind Facharbeiter. Rund 10% der Facharbeiter haben einen Meister- oder Technikerabschluss.


PERSONALBEDARF BIS 2017

Für 2015 und die kommenden zwei Jahre gehen die meisten Unternehmen (62%) von wachsenden Mitarbeiterzahlen aus. 12% wollen deutlich mehr Beschäftigte einstellen, 50% planen moderate Zuwächse und 36% der Unternehmen erwarten gleich bleibende Mitarbeiterzahlen.

Der größte zahlenmäßige Zuwachs ist wie schon in den Vorjahren bei den kleinen und mittleren Unternehmen zu erwarten. Bis zum Jahr 2017 sollen hier ca. 900 neue Stellen besetzt werden.

Bis Ende 2017 kann auf einen unmittelbaren Erweiterungsbedarf von ca. 450 Fachkräften pro Jahr geschlossen werden. Entsprechend der Qualifikationsstruktur ist zu erwarten, dass der Bedarf vor allem im Bereich der Facharbeiter und Ingenieure entstehen wird.

Neben dem prognostizierten Erweiterungsbedarf müssen auch die durch Verrentungen frei werdenden Arbeitsplätze neu besetzt werden. Nach der aktuellen Altersstruktur sind das bis Ende 2017schätzungsweise 600 Mitarbeiter.

Ausgehend vom altersbedingten Ersatzbedarf und der Prognose für die Beschäftigtenentwicklung ergibt sich ein Gesamtbedarf von ca. 1.950 Beschäftigten bis Ende 2017.

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Diese und weitere Informationen finden Sie im ›Wachstumsreport PHOTONIK 2015‹, der im 2-Jahresrhythmus über aktuelle Geschäftszahlen, Personalprognosen, Marktausrichtung und Export informiert.