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Noble Gespräche - Öffentliche Vortragsreihe

Datum 24.11.2011
von 17:00 bis 19:00
Ort Hörsaal Abbe-Zentrum Beutenberg, Hans-Knöll-Str.1, Jena
Kontakt Beutenberg Campus e.V.
E-Mail campus@beutenberg.de     
Telefon 03641 658040
Fax ++49-(0)3641-65 80 42
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Nobelpreisträger Prof. Dr. Dr. h.c. Erwin Neher über "Hirnsignale: Welche Signale sieht und verarbeitet unser Gehirn?"

Nobelpreisträger
Prof. Dr. Dr. h.c. Erwin Neher

(Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie/Karl-Friedrich-Bonhoeffer-Institut, Göttingen)
spricht zum Thema:
"Hirnsignale: Welche Signale sieht und verarbeitet unser Gehirn?"
am 24.11.2011 um 17 Uhr im
Hörsaal Abbe-Zentrum Beutenberg, Hans-Knöll-Str.1, Jena

Der Eintritt ist frei!

Erwin Neher wurde 1991 zusammen mit dem Mediziner Bert Sakmann mit dem „Nobelpreis für Physiologie oder Medizin“ für die Entdeckung der Bedeutung der Funktion einzelner Ionenkanäle in Zellen geehrt. Mit diesem Themengebiet beschäftigt er sich auch heute noch als Direktor der Abteilung Membranbiophysik am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie/Karl-Friedrich-Bonhoeffer-Institut in Göttingen. Seine derzeitige Forschung konzentriert sich auf die Auflösung der Hormon- und Neurotrans- mitterfreisetzung durch Kalzium und kalziumspezifische Ionenkanäle sowie auf Mechanismen der synaptischen Kurzzeitplastizität.

Schon 1952 postulierten englische Wissenschaftler, dass Nervenerregungen auf einen Ionenstrom zurückzuführen sein könnten.
Erst durch die Entwicklung der Patch-Clamp-Technik durch Neher und Sakmann gelang es, elektrische Signale und Schaltvorgänge erregbarer Zellen in individuelle Signale einzelner Moleküle aufzuschlüsseln und so Existenz und die Beteiligung von Ionenkanälen an der Kommunikation zwischen einzelnen Zellen nachzuweisen. Heute weiß man, dass nicht nur die Prozesse der elektrischen Erregung und der synaptischen Transmission, sondern auch sehr viele Körperfunktionen, vor allem im Bereich der Sensorik, Motorik und der Sekretion von Ionenkanälen gesteuert werden.

Prof. Neher wird in seinem Vortrag zeigen, wie sich ein Nervenimpuls, auch Aktionspotential genannt, in Form einer elektrischen Welle über Nervenfasern ausbreitet und somit zwischen den etwa 100 Milliarden Nervenzellen unseres Gehirns vermittelt. Er wird dabei die molekulare Basis dieser Signale, nämlich das Öffnen und Schließen der Ionenkanäle, also den kleinen Poren in der Membran von Nervenfasern, erläutern und sich am Beispiel des Sehvorgangs die Frage stellen, welche Art von Information diese Signale beinhalten und wie sich ihre Bedeutung auf dem Weg von der Retina zur Großhirnrinde verändert.

Link zur Veranstaltung