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SUMMARY:Lange Nacht der Wissenschaften: OptoNet unterstützt Janke-Ausstellung im Jentower
DESCRIPTION:Um das Jahr 2000 fanden Mitarbeiter der Psychiatrischen Landesanstalt Hubertusburg in Wermsdorf zahlreiche großformatige Zeichnungen eines unbekannten Künstlers. Unterzeichnet sind sie mit "Karl Hans (Joachim) Janke".   Wer war dieser Mann?  Nachforschungen brachten viele Informationen ans Licht:  Der am 21.08.1909 in Kolberg /Pommern als Einzelkind geborene Janke besuchte die Volksschule, ein Gymnasium, machte das Abitur und belegte Abendkurse an der TU Berlin. Nach einem Dolmetscher-Examen studierte er drei Semester Zahnmedizin.  Nach dem Tod seines Vaters 1945 zieht er mit seiner Mutter nach Großenhain. Dort betreibt er eine kleine Werkstatt, in der er Spielsachen herstellt. Sein Geld verdiente er jedoch als Konstrukteur. Nach dem Tod seiner Mutter wird der als verwahrlost und unterernährt eingestufte Mann in die Nervenklinik Arnsdorf eingewiesen. 1950 erfolgt seine Verlegung in die Psychiatrische Landesanstalt Hubertusburg in Wermsdorf. Die Diagnose lautet: chronisch paranoide Schizophrenie. Dort stirbt er nach längerer Pflegebedürftigkeit am 15.02.1988.   2003 präsentiert der Janke-Forscher und Kurator Peter Lang in einer großen Einzelausstellung das umfangreiche Werk Jankes im Kunsthaus Bethanien in Berlin.  Er ist ein Systemtheoretiker, der nicht nur in erstaunlicher Weise über Wissen der Feldtheorie, Materialtechnologie und neueste Ansätze  zu seiner Zeit in den 50er, 60er Jahren  der direkten Energiegewinnung aus ionisierten Gasen verfügt, er baut auch insbesondere auf regenerierbare Energiequellen im Gegensatz zu der allgemeinen Atomeuphorie seiner Zeit., schreibt Lang in dem zur Ausstellung erhältlichen Katalog.  Nach der Diagnose des Arztes sei das Symptom Jankes Erkrankung wahrhaftes Erfinden.  Janke selbst verstand sich als Erfinder, Ingenieur und Künstler. Er hinterließ mehr als 2500 Zeichnungen von Flugmodellen, nuklear betriebenen Raumschiffen und komplizierten Triebwerken. Der mittellose Patient baute aus einfachsten Materialien imposante Modelle und formulierte eigene Theorien zur Geschichte des Weltalls, zur Evolution oder zur friedlichen Nutzung der Kernenergie.   Das Werk von Karl Hans Janke fasziniert durch ästhetische Qualität seiner Zeichnungen, durch technische Präzision und durch die Fähigkeit, komplizierte räumliche Verhältnisse schlüssig darzustellen.   Für eine zukünftige Forschung über Kreativität, Gedächtnisfunktion und Intelligenz im Allgemeinen werden auch die Werke psychisch Kranker ein weites Feld sein. Nicht nur aus diesem Grund möchten wir anlässlich der Langen Nacht der Wissenschaften in Jena einen Teil dieser Sammlung in einer Ausstellung Besuchern zugänglich machen.   Die Ausstellung ist vom 09.11.05 bis 23.11.05 zu sehen.   Musikalisch Umrahmung der Ausstellungseröffnung: Thomas Weber, Jena mit einem Blaswandler WX 7.
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