12.06.2013

GRUNDSTEINLEGUNG: NEUES WERK DER DOCTER OPTICS COMPONENTS GMBH IN NEUSTADT/ORLA

14 Millionen Euro Investition in Standort, mehr als 70 neue Jobs / Machnig: „Thüringen braucht Innovation und gute Arbeit“

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig hat heute gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Docter Optics GmbH, Dr. Jan Hamkens, dem Landrat des Saale-Orla-Kreises, Thomas Fügmann, dem Hauptgeschäftsführer der IHK Ostthüringen zu Gera, Peter Höhne, und dem Sprecher der LEG-Geschäftsführung, Andreas Krey, den Grundstein für das neue Werk der Docter Optics Components GmbH in Neustadt an der Orla gelegt. „Thüringen braucht innovative Unternehmen wie Docter Optics, die wachsen und im internationalen Wettbewerb mithalten können“, sagte der Minister. Er hob insbesondere die Tatsache hervor, dass damit 74 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze in einer wichtigen Wachstumsbranche Thüringens entstünden: „Das sind die Signale, die wir brauchen: gute Arbeit mit angemessenen Löhnen in einer Thüringer Zukunftsbranche.“

Docter Optics produziert in Neustadt u.a. Linsen (z.B. für Autoscheinwerfer), Lichttunnel (für Photovoltaik-Anwendungen), optische und optimechanische Baugruppen sowie Glaskomponenten – letzteres künftig auch in der neuen Betriebsstätte. Diese umfasst ein neues Produktionsgebäude einschließlich Büro- und Sozialeinrichtungen. Für die geplante Herstellung der Glasprodukte – u.a. gebrauchsfertige Beleuchtungsoptiken und anspruchsvolle Halbzeuge wie Sekundäroptiken für High Concentrated Photovoltaics, Optiken im Bereich LED und Beleuchtungsoptiken im Bereich Automotive – werden Anlagen wie Presslinie, Glasschmelze und Wärmebehandlung angeschafft. Dazu investiert das Unternehmen 14,1 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit 3,3 Millionen Euro aus mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Insgesamt hat Docter Optics seit Eröffnung des Hauptsitzes in Neustadt/Orla im Jahr 1999 rund 28 Millionen Euro in den Standort investiert.

Wirtschaftsminister Machnig sieht in dem Vorhaben eine weitere Stärkung des Optikstandortes Thüringen. „Unter den deutschen Optik-Standorten kann sich Thüringen sehen lassen: 40 Prozent der Thüringer Optik-Firmen sind in ihrem Produktsegment Marktführer“, sagte Machnig. Es sei daher folgerichtig, dass die Docter Optics GmbH von hier aus ihr weiteres Wachstum vorantreiben will. Der Absatz der Erzeugnisse erfolgt neben Europa aber vor allem auch in Asien und Amerika.

Hintergrund

Die Optikbranche ist eine der wichtigsten Exportbranchen in Thüringen. Laut Branchenverband OptoNet erwirtschafteten die rund 170 Unternehmen zwei Drittel des Umsatzes von rund 2,8 Milliarden Euro im Ausland. 62 Prozent der Firmen rechnen in diesem Jahr mit teils kräftigen Umsatzzuwächsen. 

Schon heute beschäftigt die Thüringer Optik-Branche mehr als 14.000 Menschen. Weitere 1200 arbeiten laut OptoNet in der Forschung. Jährlich entstehen rund 600 neue Arbeitsplätze. Bis Ende 2015 werden zusätzlich 2200 Fachleute benötigt. 

Die Optik-Industrie im Freistaat umfasst große Unternehmen wie die börsennotierte Jenoptik AG, Zeiss, Docter Optics oder die Südthüringer Automotive Lighting GmbH. Die Branche wird von Mittelständlern mit im Schnitt 80 Beschäftigten dominiert. Schwerpunkte hat die Branche nach der Zahl der Arbeitsplätze in und um Jena, Gotha und Schmalkalden-Meiningen sowie den Regionen Erfurt und Ilm-Kreis. Ein Drittel der Firmen hat ihren Schwerpunkt auf dem Gebiet Sensor- und Messtechnik. 

Die Thüringer Firmen steuern etwa 10 Prozent zum deutschen Branchenumsatz von etwa 28 Milliarden Euro bei. Trotz Krise der Solarwirtschaft stieg der Umsatz in den vergangenen zwei Jahren von 2,6 auf 2,8 Milliarden Euro, also jährlich um 4 Prozent.

Stephan Krauß
Pressesprecher

Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie
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