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18.07.2017

Wissenschaftsrat der Bundesregierung bereitet Weg für Forschungsinfrastruktur in Jena

Zwölf Konzepte für umfangreiche Forschungsinfrastrukturen begutachtet

Entwurf der geplanten Forschungsinfrastruktur »National Photonics Labs«

Zwölf Konzepte für umfangreiche Forschungsinfrastrukturen hat ein vom Wissenschaftsrat eingesetzter Ausschuss auf Bitte des Bundesministeriums für Bildung und Forschung detailliert begutachtet und vergleichend bewertet - darunter eines des Fraunhofer IOF in Jena. In den »National Photonics Labs«(NPL) sollen zukünftig Licht und seine Anwendungen erforscht sowie optische Komponenten entwickelt werden, die z.B. in Bereichen wie der Gravitationswellenastronomie oder Astrooptik neue wissenschaftliche Durchbrüche ermöglichen werden.

In seiner Pressekonferenz am 17. Juli 2017 veröffentlichte der Wissenschaftsrat der Bundesregierung seine Bewertung für die nächste Generation von Forschungsinfrastrukturen. Die Konzepte wurden in den Kategorien Natur- und Technikwissenschaften, Umwelt- und Erdsystemwissenschaften sowie Biowissenschaften und Medizin eingereicht. Ziel des Bewertungsverfahrens war es, eine Entscheidungsgrundlage für die Aufnahme von Infrastrukturvorhaben in die Nationale Roadmap der kommenden Legislaturperiode der Bundesregierung zu schaffen.

Unter den zwölf eingereichten Konzepten befand sich auch das Vorhaben »National Photonics Labs«, welches das Jenaer Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF gemeinsam mit seinen Partnern vom Helmholtz-Zentrum DESY Hamburg und GSI Darmstadt sowie der Physikalisch Technischen Bundesanstalt Berlin (PTB) einreichte. Kern ihres Vorhabens ist es, die bestehenden Kompetenzen der Partner im Bereich der modernen Optik zu bündeln und hochpräzise optische Komponenten und Systeme für Wissenschaft und Industrie bereitzustellen.

»Faszinierendes Konzept mit Potenzial für bahnbrechende Innovationen«

In seiner Bewertung verwies der Wissenschaftsrat darauf, dass NPL mit seinem differenzierten Portfolio – große, schwere, freiform- und nanostrukturierte Komponenten zu fertigen – weltweit einzigartig sei und damit eine entscheidende Lücke der globalen Wissenschaftsgemeinschaft schließe. Mit seinem Ansatz, die Wissenschaftssäulen Deutschlands gezielt zu durchbrechen und Synergiepotenziale zwischen den Akteuren Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gesellschaft und PTB herbeizuführen, sorge NPLweiterhin für einen faszinierend neuen Ansatz für Forschungsinfrastrukturen.

Die Bewertung der Vorhaben basierte auf vier Dimensionen. Untersucht wurden das wissenschaftlichen Potenzial der geplanten Infrastrukturen, Größe und Herkunft der Nutzergruppen, die Umsetzbarkeit in Hinblick auf personelle und institutionelle Voraussetzungen sowie die Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Deutschland. Insbesondere in der letzten Bewertungskategorie konnte das Fraunhofer IOF mit seinem Konzept der »National Photonics Labs« Bestnoten erzielen.

Der Direktor des Fraunhofer IOF Jena, Prof. Andreas Tünnermann, begrüßte die Veröffentlichung der Bewertung: »Wir freuen uns über das insgesamt positive Feedback des Wirtschaftsrats zu unserem Konzept für eine nationale Infrastruktur, welche die zukünftigen Herausforderungen für Optik und Photonik in Wissenschaft und Wirtschaft inenger Zusammenarbeit zwischen der DESY, dem PTB und der Fraunhofer-Gesellschaft adressiert.«

In den kommenden Tagen und Monaten sollen weitere Grundsteine für die Ausgestaltung der institutionsübergreifenden Zusammenarbeit gelegt werden, um eine möglichst zügige Umsetzung von NPL zu gewährleisten. Nächster Schritt dafür ist laut Tünnermann die Erarbeitung eines Kooperationsvertrags, dieser solle zeitnah von allen Partnern unterzeichnet werden.

Weitere Informationen zur Forschungsinfrastruktur »National Photonics Labs« finden Sie auf folgender Website https://www.national-photonics-labs.de/index-english.html.

Über das Fraunhofer IOF

Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF entwickelt innovative optische Systeme zur Kontrolle von Licht – von der Erzeugung bis hin zu dessen Anwendung. Das Leistungsangebot umfasst die gesamte photonische Prozesskette vom optomechanischen und optoelektronischen Systemdesign bis zur Herstellung von kundenspezifischen Lösungen und Prototypen. Das Institut ist in den fünf Geschäftsfeldern Optische Komponenten und Systeme, Feinmechanische Komponenten und Systeme, Funktionale Oberflächen und Schichten, Photonische Sensoren und Messsysteme sowie Lasertechnik aktiv.

Seit 2016 bündeln das Fraunhofer IOF, die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Leibniz-Institute HKI und IPHT sowie das Helmholtz-Institut Jena ihre Kompetenzen in einer gemeinsame Initiative, dem Leistungszentrum Photonik. Es entwickelt neue Lösungen mit Licht für wichtige Zukunftsfelder und fördert deren Umsetzung und Anwendung inWissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Die strategische Ausrichtung des Leistungszentrum Photonik sowie dessen räumliche Nähe zum NPL bieten somit hervorragende Ausgangsbedingungen für die geplante Forschungsinfrastruktur.

Basisinformationen NPL

Die »National Photonics Labs« (NPL) werden Licht und seine Anwendungen erforschen. Mit NPL soll erstmals eine umfangreiche Forschungsinfrastruktur unter der Ägide der Fraunhofer-Gesellschaft umgesetzt werden. Verantwortliche Institution ist das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF), Jena, mit seinen Partnern, dem Helmholtz-Institut Jena und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig und Berlin.
Die Realisierungsphase von NPL ist für den Zeitraum von 2018 bis 2023 geplant. Der Betrieb ist ab 2024 für zwölf Jahre vorgesehen. Die Investitionskosten betragen ca. 125 Mio. Euro.

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa. Unter ihrem Dach arbeiten 67 Institute und Forschungseinrichtungen an Standorten in ganz Deutschland. 24 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bearbeiten das jährliche Forschungsvolumen von mehr als 2,1 Milliarden Euro. Davon fallen über 1,8 Milliarden Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung. Über 70 Prozent dieses Leistungsbereichs erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Die internationale Zusammenarbeit wird durch Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien gefördert.


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